Mietschulden: Was man darüber wissen sollte

Inhaltsverzeichnis

Mietschulden: Was man darüber wissen sollte

Bei Mietschulden geht es um Privatpersonen oder Firmeninhaber, die dem Vermieter die Miete schulden. Mietschulden können schon dann entstehen und eine Mahnung nötig machen, wenn die Miete nicht wie vereinbart auf das Konto des Vermieters eingeht.

Was sind Mietschulden?

Mietschulden entstehen, wenn Mieter – sei es Privatpersonen oder Firmeninhaber – ihre vertraglich vereinbarte Miete nicht pünktlich oder vollständig an den Vermieter zahlen. Üblicherweise geht es um die Miete von Wohn- oder Geschäftsräumen. Schulden bei einem Leasingunternehmen zählen nicht dazu.

Ursachen der Verschuldung von Mietern

In der Regel führen Arbeitslosigkeit, Einkommensverluste oder gesundheitliche Probleme dazu, dass Mieter denMietzins nicht pünktlich entrichten können. Besonders bei Unternehmen oder Selbstständigen reicht oft ein kleiner Umsatzurückgang aus, dass kein Geld für die Miete vorhanden ist.

Mieten müssen üblicherweise bis zum 3. Werktag eines jeden Monats gezahlt werden. Schon eine einmalig verspätete Mietzahlung kann zu einer Mahnung führen.

Folgen einer verspäteten Mietzahung

Hier ist zwischen einem gewerblichen Mietvertrag und einem Wohnraummietvertrag zu unterscheiden.

Konsequenzen bei gewerblichen Mietverhaltnissen

Im gewerblichen Mietrecht gibt es keinen gesetzlichen Kündigungsschutz. Es kommt auf den Inhalt des Mietvertrages an, der weitgehend frei gestaltet werden darf.

Möglich sind:

  • Verzugszinsen ab dem 1. Tag.
  • Sofortige Kündigung des Mietverhältnisses
  • Rückbehaltungsgrecht des Vermieters am Eigentum des säumigen Mieters
  • Schadenersatz wegen Nichteinhaltung des Mietvertrages

Wer erkennt, dass er die Miete nicht rechtzeitig zahlen kann, sollte daher umgehend mit dem Vermieter sprechen und sich mit ihm über Zahlungsmodalitäten einigen.

Handlungsmöglichkeiten bei Mietschulden von Wohnräumen

  • Hier gibt es einen Kündigungsschutz aber ab einem Rückstand von zwei Monatsmieten droht eine die fristlose Kündigung. Diese wird unwirksam, sobald der Mieter aus ausstehenden Mieten bezahlt. Hat der Vermieter gleichzeitig eine ordentliche Kündigung ausgesprochen, bleibt diese in der Regel bestehen.
  • Mieter die kein Geld haben die ausstehende Mieter zu zahlen, können sich an Ihre Gemeinde- oder Stadtverwaltung wenden. Viele Gemeinden übernehmen die Schulden Wohnungssicherung, allerdings meistens als Darlehen nur selten als Beihilfe. Letztere müssen Sie im Gegensatz zum Darlehen nicht zurückzahlen.
  • Voraussetzung ist in der Regel, dass Sie nicht in der Lage sind, den Mietrückstand aus eigener Kraft auszugleichen.

Weitere Konsequenzen bei ausbleibender Mietzahlung

Für Schuldner ist es wichtig, zu wissen, dass Mietschulden auch Auswirkungen auf die eigene Bonität haben können. Dies kann dazu führen, dass zukünftige Mietverträge schwerer abzuschließen sind. Unterstützung bieten hierbei spezialisierte Schuldenberater, die helfen, eine individuelle Lösung zu finden. Eine Möglichkeit ist die Umschuldung, bei der die Mietschulden in eine langfristige Zahlung umgewandelt werden können, um den Verlust der Wohnung zu vermeiden und finanzielle Stabilität zurückzugewinnen.

 

Beitrag teilen: