Inkassobüro – was Sie wissen müssen

Inkassobüro - Keine Angst vor den Mitarbeitern

Ich erkläre Ihnen, wieso das Büro eingeschaltet wurde, welche Rechte es hat und wie Sie sich am beste Verhalten

Inkassobüro Mitabeiter

Inkassobüros haben keine Macht

Als Schuldnerberater erlebe ich täglich, wie schnell eine zunächst scheinbar banale Forderung zu einem großen Stressfaktor für Betroffene wird. Häufig ist das Startsignal dafür ein Mahnbrief oder ein Anruf eines Inkassobüros. Doch wie kommt es überhaupt dazu, dass eine solche Forderung bei einem Inkassodienst landet – und wie gehen diese Büros in der Praxis vor? Noch wichtiger: Was dürfen diese Firmen und wie behalten Sie sich richtig.

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Inhaltsverzeichnis

Wie kommt eine Forderung an ein Inkassobüro?

Eine Forderung gerät in den Inkassokreislauf in der Regel über mehrere Schritte:

Zunächst versucht der Gläubiger beispielsweise ein Onlinehändler oder ein Telekommunikationsunternehmen selbst, die offene Rechnung einzutreiben. Kommt es trotz mehrerer Mahnungen und Zahlungserinnerungen nicht zu einer Begleichung, wird die Forderung oft an ein Inkassobüro verkauft oder zur Einziehung übergeben.

Viele Unternehmen verkaufen ihre Forderungen schon relativ früh, teils zu einem Bruchteil des ursprünglichen Werts, um Liquidität zu erhalten und ihre eigenen Ressourcen zu entlasten.

Hinweis:

Kleine Onlinehändler, Telekommunikationsunternehmen und viele Verkehrsbetriebe geben Forderungen oft zu einem Bruchteil des Wertes sofort an ein Inkassobüro.

Wichtig zu wissen

  • Nicht jede Forderung ist legitim, und nicht jeder Druck eines Inkassobüros ist berechtigt.
  • Inkassobüros haben keine Sonderrechte. Sie können wie jeder Gläubiger ausschließlich auf Basis eines Gerichtsbeschlusses pfänden.

Sie brauchen daher keine Angst vor den Mitarbeitern zu haben.

Wie gehen die Schuldeneintreiber vor?

Sobald eine Forderung bei einem Inkassobüro ankommt, beginnt der Einziehungsprozess. Ziel ist es, möglichst schnell und effizient einen Zahlungseingang zu erreichen.

Die Vorgehensweise kann recht aggressiv sein:

  • Schriftliche Mahnungen, häufig mit deutlich erhöhten Gebühren und Zinsen.
  • Telefonische Kontaktversuche, die teils einschüchternd wirken.
  • In einigen Fällen auch die Weitergabe von Daten an andere Inkassodienste oder die Drohung mit rechtlichen Schritten.

 

Wichtig zu beachten:

Inkassobüros erwerben Forderungen oft anonym und ohne große Detailprüfung. Ihr Fokus liegt primär auf dem Erfolg der Einziehung, nicht auf der rechtlichen Korrektheit oder Berechtigung der Forderung. Das kann dazu führen, dass auch unberechtigte Zahlungsansprüche oder doppelte Forderungen eingetrieben werden.

Besondnere Problematik

Viele Schuldner fühlen sich überfordert, sobald ein Inkassobüro auftritt. Die Angst vor drohenden rechtlichen Konsequenzen oder gerichtlichen Schritten führt dazu, dass Betroffene oft Zahlungen leisten, ohne die Berechtigung der Forderung genau geprüft zu haben.

Zudem können die Gebühren und Zinsen schnell die ursprüngliche Summe übersteigen, was den finanziellen Druck weiter erhöht.

Kernproblem:

  • Schuldner gehen davon aus, dass Inkassobüros prüfen ob eine Forderung berechtigt ist. Sie glauben also zahlen zu müssen.
  • Kaum ein Betroffener weiß, dass eine Inkassobüro nicht pfänden darf und kein Recht hat Ihre Wohn- oder Geschäftsräume zu betreten.
  • Vielen ist nicht klar, dass Mini-Raten selten geeignet sind um Schulden zu tilgen. 
  • Inkassobüros sind fast nie bereit auf einen Teil der Forderungen zu verzichten. Sie müssen die Hauptforderung und alle Nebenforderungen bedienen, um schuldenfrei zu werden.

Lernen Sie eine Alternative kennen

Hintergründe im Überblick

Warum Schulden für viele Gläubiger kein Problem sind. Viele Firmen kalkulieren Zahlungsausfälle ein.

Zahlungsausfall durch Schwund im Onlinehandel-

Der Onlinehandel in Deutschland hat einen Gesamtumsatz von über 100 Milliarden Euro pro Jahr. Etwa 6% bis 20% des Umsatzes führen zu keinen Zahlungseingängen. Etwa 10 bis 15 % entfallen auf Retouren und nur 1 bis 5 % auf Zahlungsausfälle.

Diese Verluste werden von vornherein in den Kaufpreis einkalkuliert. Der Fokus liegt auf Umsatzmaximierung nicht auf der Minimierung des Schwundes.

Umgang der Unternehmen mit Schwund

Natürlich wollen die Händler auch die Kosten für den Schwund senken. Es ist zu aufwändig Retouren zu kontrollieren und sie neu zu verpacken. Außerdem kann die Ware nicht mehr als Neuware angeboten werden. Onlinehändler geben Retouren meistens an Warenrücknahmespezialisten weiter.

Ähnlich gehen Sie mit Forderungen um, die nicht bezahlt werden. Sie verkaufen diese zu einem Bruchteil des tatsächlichen Forderungswerts. Oft erhalten Sie nur 10–50 % der ursprünglichen Forderung.

Probleme für den säumigen Zahler
  • Der Händler reagiert nicht auf Schreiben des Kunden oder verweist ab das Inkassobüro. Das ist besonders problematisch, wenn die Rechnungen nicht berechtigt war beispielsweise, weil Retouren nicht verbucht wurden.
  • Inkassobüros interessieren sich meist nicht für den Einzelfall und ob die Forderung berechtigt ist oder nicht. Ihr Ziel ist es, möglichst viel Geld einzutreiben. In der Regel treiben die aggressiv ein und räumen eine Zahlung in kleinen Raten ein. Schuldner haben in daher keine echte Chance auf Reduzierung der Forderung oder Klärung des Sachverhalts.
  • Durch die Zahlung der „Mini-Raten“ reduziert sich die Schuld kaum, manchmal wächst sie sogar trotz regelmäßiger Zahlung an.

Wie weg-adresse helfen kann

Ich biete Information und Transparenz

Ich prüfe gemeinsam mit Ihnen, ob die Forderung tatsächlich berechtigt ist und helfe Ihnen, rechtliche Schritte zu verstehen. So bewahre ich Sie vor Zahlungen, welche die Schuldenlast nicht verringert.

Kontaktieren Sie mich

Oft ist eine Meldeadresse in England eine optimale Lösung, um mit einem Inkassobüro auf Augenhöhe zu verhandeln