Bereits im ersten Quartal 2026 erreichte die Zahl der Insolvenzanträge den höchsten Stand seit mehr als 20 Jahren. Laut dem Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) stieg die Zahl der Firmenpleiten auf den höchsten Stand seit dem dritten Quartal 2005. Die Zahl der zahlungsunfähigen Unternehmen steigt weiter. Im April meldeten 2276 Unternehmen ihre Insolvenz beim Amtsgericht am. Das sind über 7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Laut Umfragen kämpft jedes fünfte Unternehmen mit Liquiditätsengpässen. Bei kleinen und mittleren Betrieben sind es sogar 23 Prozent. Im Sektor Verkehr und Lagerei betrug von Januar bis April 2026 die Insolvenzquote 0,44 Prozent. Ähnlich prekär ist die Lage im Gastgewerbe und beim Bau
Gründe für die Probleme
Verband der Insolvenzverwalter und Sachwalter Deutschlands (VID) macht das schwierige Umfeld vieler Firmen für die Insolvenzen verantwortlich. VID-Vorstandsmitglied Jutta Rüdlin sieht hohe Kosten in Verbindung mit einer verhaltene Konsumnachfrage als Hauptursache. Die insgesamt unsichere wirtschaftliche Perspektive schränkt den Handlungsspielraum der Betriebe ein.
Weg-adresse sieht bei den Beratungen ein weiteres Kernproblem. Viele Firmen schleppen über Jahrzehnte, beziehungsweise seit Corona alte Schulden mit. Sie tilgen minimal, oft zahlen sie nur die Zinsen, um eine Insolvenz abzuwenden. Das schränkt die Liquidität ein. Hier muss im Interesse alle, Gläubiger wie Schuldner, ein Schnitt gemacht werden. Nur so können es die Firmen schaffen.
Leider oft der falsche Rat – Insolvenz
Der seit Jahren anhaltende Anstieg an Insolvenzen machte Schuldnerberatung fast zur Fließbandarbeit. Für eine individuelle Beratung bleibt kaum Zeit und die Insolvenz scheint dank der festen Abläufe die perfekte Lösung. Dabei wird oft übersehen, dass viele Firmen durchaus zu retten wären.
Der Verzicht auf Insolvenz hat Vorteile für die Gläubiger
Auch wenn es auf den ersten Blick absurd erscheint, ist ein Teilschuldenerlass auch für die Gläubiger von Vorteil.
Eine Insolvenz dagegen ist für die Gläubiger keineswegs vorteilhaft. Sie müssen die Forderungen umständlich anmelden und belegen. Nach Abzug der Insolvenzkosten erhalten die Gläubiger, oft erst nach Jahren zwischen 1 und 2 % der ursprünglichen Forderung.
Eine Vereinbarung, die der Schuldner verkraften kann, bedeutet:
- Sicherheit, denn nach dem Vergleich, wissen die Gläubiger, mit welchem Betrag sie in absehbarer Zeit rechnen können.
- kein Verwaltungsaufwand, den die kleinen Zahlungseingänge verursachen, mit denen Schuldner die Vollstreckung abwenden wollen.
- Keine Beitreibungskosten für alte Forderungen, die oft ohnehin zu keinem Erfolg führen.
Fragen Sie nach meinem Konzept, um Ihre Liquidität zu verbessern und eine Insolvenz abzuwenden. Ein Ansatz aus der Praxis, nicht theoretisch wie vom Anwalt oder vom Schuldnerberater.